Was zieh' ich an, was zieh' ich an...?

Das passende Outfit für sich selbst zu finden, kann an manchen Tagen schon eine Herausforderung sein. Um ein Vielfaches kniffliger ist dann ja die Frage: Was anziehen für ein Familienshooting? Gar nicht so einfach.

Ich möchte euch heute ein paar Tips und Tricks verraten, an denen Ihr euch orientieren könnt, um nicht vor dem Kleiderschrank zu verzweifeln. ;)

 

Ok, zuerst stellen wir uns mal das optimale Ergebnis der Bilderserie im Geiste vor. Wir möchten am Ende gerne wunderschöne und harmonische Fotos haben, die zwar lebendig sind, aber auf denen sich das Auge nicht verliert. Um das zu erreichen hilft es, wenn wir uns an ein paar Regeln halten.

 

"Grün, grün, grün sind alle meine Kleider..."-  Die lieben Farben

Wir möchten auf unseren Bildern gerne harmonische und eventuell dezente Farben sehen, die sich nicht zu sehr in den Vordergrund drängen und dadurch der Szene die Show stehlen. Wenn wir an harmonische Farben denken, könnte es leicht passieren, dass wir bei der Kleiderwahl am Ende alle in blauen Jeans und weissem Oberteil dasitzen, denn damit kann man ja nicht falsch liegen, richtig? Leider nein. Das wäre tatsächlich ein klassischer Fall von "über das Ziel hinaus geschossen". Eine zu harmonische Farbwahl wirkt sehr gewollt und das wollen wir gerne vermeiden. Viel schöner ist es, ein paar relativ neutrale Farben zu finden und diese zu kombinieren. Beispiel:

Mama und Papa tragen blaue Jeans und oben zum Beispiel weiss mit dezentem Farbmuster oder beige und die Kleinen auch irgendwas in der Richtung. Das ist super schön und wäre dann aber gleichzeitig das äußerste der Gefühle. :) Noch harmonischer sollte es nicht werden. Ein tolles Beispiel, wie sowas aussehen kann, findet ihr unten.

Wer aber doch ein wenig mutiger sein möchte, darf gerne auch ein bisschen in den Farbkasten greifen. Allerdings ist da Vorsicht geboten. Bitte achtet darauf, dass ihr dann höchstens eine Person mit prominenter Farbe im Bild habt, oder nur ein oder zwei Kleidungstücke als Farbtupfer. Die restlichen Farben sollten dazu passen. Und so sieht ein gelungenes Beispiel aus - voilà!

Fassen wir also zusammen: Bei den Farben dürfen es gerne neutrale und helle Farben sein. Aber ein oder zwei Farbtupfer sind auch eine tolle Sache, denn das ist ein schöner Blickfang und erzeugt im Bild ein bisschen mehr Spannung. Nur denkt daran, weniger ist oft mehr.

 

Muster und so...

Es gibt ein modisches No Go, dass ich in meiner Kindheit absolut grossartig fand. Eine zeitlang waren mal quietschbunte und wildgemusterte Trainingsanzüge total angesagt und wir haben sie mit Begeisterung getragen. Ich muss echt lachen, wenn ich diese Bilder sehe. Wenn ihr beim Anblick eurer Bilder aber nicht in 10 Jahren Tränen lachen möchtet, sondern euch darauf eigentlich immer noch richtig gut finden wollt, dann befolgt meinen Rat: Verzichtet auf wilde Mustermixe! Was ich damit meine? Nicht nur meinen Trainingsanzug von damals, sondern auch solche Kombinationen wie, Papa trägt Karos, Mama gestreift, klein Max wilde Dinosaurier und klein Lisa ein Kleid mit Barbie Print - das ist kein optimales Szenario. Ja, wir wollen zwar natürliche und authentische Bilder machen, aber sie dürfen dabei auch gerne unseren ästhetischen Anforderungen gerecht werden. Ein schönes und harmonisches Beispiel für einen dezenten Mustermix findet ihr hier unten. Selbstverstaändlich darf man auch hier mutiger werden, als im Beispiel, aber falls ihr euch unsicher seid, entscheidet euch lieber für weniger als für mehr.

 

Der Wohlfühlfaktor

Das wichtigste zum Schluss: Ihr solltet euch unbedingt in eurem Outfit wohlfühlen. Was bedeutet das? Mein Mann fühlt sich am wohlsten in seinen Basketballshorts und seinem ausgewaschenen NASA Shirt. Wenn ich schöne Bilder von ihm und Augustin haben möchte, dann würde ich ihn vorher aber nochmal zum Kleiderschrank schicken.

Entscheidet euch bei eurer Wahl am besten für Teile, die gut sitzen (nicht zu eng und nicht zu locker) und die euch gut stehen. Wenn ihr euch nicht verkleidet fühlt, sondern wie eine klasse Version eurer Selbst, dann wisst Ihr, dass Ihr die passende Wahl getroffen habt. Im übrigen kann man manchmal auch ein Fotoshooting zum Anlass nehmen, vorher noch ein schönes Teil zu shoppen. Familienbilder macht man ja schliesslich nicht alle Tage.

 

Falls ihr zu dem Thema noch Fragen habt, dann stellt sie gerne bei der Kontaktanfrage. Keine falsche Scheu, ich helfe euch sehr gern weiter.